Im wesentlichen unterstützen bei aktuellen
Browsern zwei Konzepte die Navigation, die History und die
Lesezeichen. Die History spiegelt den Weg zur aktuellen Seite wider,
aber nur einen Pfad. Lesezeichen speichern einzelne Seiten (bzw.
deren Adresse) ab, ohne dabei den Kontext und den Weg dorthin
festzuhalten.
AlterNav versucht, eine Brücke zwischen
History und Lesezeichen zu schlagen. Es wird eine vom Browser
unabhängige History geführt, die jederzeit in
Speicherplätze abgelegt werden kann. Diese stellen somit eine
Art Lesezeichen mit erhaltenem Kontext dar. Dabei soll es
übersichtlich bleiben und möglichst direkt zugreifbar. Die
Länge der einzelnen Histories ist auf zehn Einträge
beschränkt und die Anzahl der Speicherplätze beträgt
vier. Das hängt einerseits mit der Realisierung der
Speicherplätze als Cookies [13] und den damit einhergehenden
Größenbeschränkungen zusammen. Andererseits hat eine
Untersuchung (Tauscher, 1997) gezeigt, daß die weitaus meisten
History-Zugriffe auf die letzten zehn Einträge erfolgen.
AlterNav ist nicht als Zusatzprogramm zum
Browser konzipiert, sondern als universelle Ergänzung (durch
Implementierung mit HTML und JavaScript) zu einem bestehenden
Seitenangebot, wo es die interne Navigation unterstützt.
Bei der optischen Gestaltung stand die
Übersichtlichkeit und die Ausnutzung des beschränkten
Platzes im Vordergrund. Einerseits sollen die Elemente von AlterNav
komplett zu sehen sein, andererseits steht die aktuelle
WWW-Seite natürlich im Mittelpunkt der Anzeige. Um Platz zu
sparen, mußten für die Knöpfe zur Bedienung
Abkürzungen gewählt werden. Diese orientieren sich an der
Benutzung von Taschenrechnern (Wert in Speicherplatz ablegen oder
löschen).