Cyborg von Diane Greco ist die
Hypertext-Umsetzung eines Sachtextes, der anhand der sogenannten
"Cyberpunk"-Literatur die menschliche Körperlichkeit
diskutiert. Das zugrundeliegende Hypertextsystem ist Storyspace,
welches besonders bei kommerziellen Veröffentlichungen von
Hyperfiction [8] verbreitet ist. Der Storyspace reader ist
ein eigenständiges Programm, das den Hypertext Cyborg
als Datendatei lädt.
Storyspace stellt einen eigenen Desktop mit
Menüleiste. Es gibt zwei Arten von Fenstern, Textfenster
und graphische Übersichten. Im Textfenster wird der Inhalt der
Knoten des anzuzeigenden Hypertextes (in dem Fall Cyborg)
dargestellt. Graphische Übersichtsfenster bieten
verschiedene Darstellungsformen aller Knoten und Links des
Hypertextes, etwa als Baum oder Tabelle. Links im Text werden
normalerweise nicht gekennzeichnet (nur nach Drücken einer
Taste). Bei Klick auf ein nicht als Link definiertes Wort wird
ein vorgegebener Link aktiviert. Das aktuelle Textfenster wird nach
der Link-Aktivierung geschlossen und ein neues geöffnet, das in
seiner Darstellung dem Knoteninhalt angepaßt ist. Anderes als
bei den anderen Beispielen, ist bei Cyborg nicht das Auffinden
bestimmter Informationen das Ziel. Vielmehr soll sich der Leser oder
die Leserin den Text erschließen. Trotzdem gibt es auch eine
Volltextsuche.
In jedem Textfenster (es können auch mehrere
Textfenster geöffnet sein) gibt es einen "Zurück"-Knopf
und eine History. Ebenso stehen Lesezeichen zur Verfügung. Diese
können genauso wie die ganze Lesesitzung abgespeichert werden.
Man kann eigene Anmerkungen und Schlüsselworte zu einzelnen
Knoten erstellen. Jedem Link können eigene Namen gegeben
werden. Zwischen schon besuchten und nicht besuchten Knoten wird
optisch kein Unterschied gemacht. Die graphischen Übersichten
erlauben die Darstellung der Knoten und Links in verschiedenen
Detailstufen und eigener Anordnung. Leider gibt es zu den teilweise
komplexen Funktionen von Storyspace keinerlei Hilfstext.

Abbildung 4: Cyborg