Jakob Nielsen, der sich intensiv mit der Navigation
im Hypertext beschäftigt hat, faßt die gängigen
Lösungsansätze für diese Probleme zusammen (Nielsen,
1990 und 1995). Die wohl wichtigste Navigationsstrategie ist das
Backtracking. Dabei ermöglicht ein "Zurück"-Knopf
den erneuten Aufruf des vorher besuchten Knotens. Der Benutzer bzw.
die Benutzerin ist so unbefangener beim Einschlagen eines
Seitenpfades, kann er bzw. sie doch problemlos zurück zum
Ausgangspunkt. Für das Backtracking muß zumindest intern
eine Liste aller bisher besuchten Knoten mitgeführt werden. Da
liegt es nahe, diese History dem Benutzer bzw. der
Benutzerin zugänglich zu machen, so daß ein entfernter
zurückliegender Knoten direkt angesprungen werden kann.
Zur Orientierung hilfreich sind graphische
Übersichtsdiagramme, in denen besuchte Knoten, der
aktuelle Knoten und von hier aus besuchbare Knoten mit allen
Verknüpfungen dargestellt werden. Auch eine mögliche
hierarchische Gliederung der Knoten kann in so einem Diagramm
verdeutlicht werden.
Der Umgang mit der neuen Präsentationsform kann
mit geeigneten Metaphern, z.B. Kartenstapel oder Buchseiten,
vereinfacht werden. Dazu gehören auch Lesezeichen. Der
aktuelle Knoten (bzw. ein Verweis darauf) wird in eine Merkliste
aufgenommen und kann später sofort wieder aufgerufen werden.
Schon besuchte Links werden zur Orientierung besonders markiert,
Nielsen nennt das Fußspuren.
Eine Form der Personalisierung stellen Anmerkungen
dar. Der Benutzer bzw. die Benutzerin kann dabei jedem Knoten
persönliche Notizen anfügen.